Analog Man King of Tone — Gerbman's pedalboard

Analog Man
King of Tone

Transparenter Blues-Drive. Gebaut für Gitarristen, die ihren Händen vertrauen.

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Der Analog Man King of Tone gilt weithin als eines der angesehensten Boutique-Overdrive-Pedale, die je gebaut wurden. Statt aggressiver Verzerrung setzt das Pedal auf Transparenz, Dynamik und Anschlagsempfindlichkeit. Sein Dual-Overdrive-Design erlaubt es, zwei unabhängige Gain-Stufen zu stacken, was es außergewöhnlich vielseitig macht für Bluesgitarristen, die ihren Sound über Anschlagsdynamik und den Volume-Regler der Gitarre formen.

Hersteller und Modellgeschichte

Analog Man ist die von Mike Piera in den USA gegründete Boutique-Pedalfirma. Seit den 1990ern hat sich Analog Man einen Ruf für sorgfältig gefertigte Effekte erarbeitet, inspiriert von klassischen Vintage-Schaltungen. Viele Pedale der Firma werden in kleinen Serien von Hand gebaut und sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit, ihre musikalische Ansprache und ihre Liebe zum Detail.

Der King of Tone kam Anfang der 2000er heraus und wurde als verfeinerte Interpretation der klassischen Marshall-Bluesbreaker-Pedalschaltung aus den frühen 1990ern entworfen. Statt einer einzelnen Overdrive-Stufe vereint der King of Tone zwei unabhängige Schaltungen in einem Gehäuse. Jede Seite lässt sich intern als Overdrive, Boost oder Distortion konfigurieren.

Wegen seiner Klangqualität und der begrenzten Produktionskapazität erlangte der King of Tone schnell einen legendären Ruf. Die Wartelisten für neue Exemplare reichten in der Vergangenheit über mehrere Jahre, was ihn zu einem der begehrtesten Boutique-Pedale der Gitarrenwelt macht.

Heute wird das Pedal weiterhin in kleinen Stückzahlen in den USA gebaut und genießt bei Profigitarristen hohes Ansehen.

Warum dieses Pedal im Blues zählt

Bluesgitarrensound hängt oft weniger von schwerer Verzerrung ab als von Dynamik und dem Zusammenspiel mit dem Verstärker. Genau hier glänzt der King of Tone, weil er den natürlichen Charakter von Gitarre und Amp bewahrt und Wärme, Sustain und dezente Kompression hinzufügt.

Statt den Sound drastisch zu verändern, veredelt er den natürlichen Breakup eines Röhrenverstärkers. Das macht ihn ideal für Bluesgitarristen, die einen transparenten Schub statt eines gefärbten Overdrives wollen.

Das Pedal ist zum Favoriten von Blues- und Bluesrock-Gitarristen geworden, die auf ausdrucksstarkes Spiel, Anschlagsempfindlichkeit und schrittweises Gain-Stacking setzen.

Was angesehene Bluesgitarristen damit gemacht haben

Mehrere angesehene Blues- und bluesbeeinflusste Gitarristen haben den King of Tone in ihren Rigs eingesetzt.

John Mayer ist einer der sichtbarsten Nutzer des Pedals. Auf vielen Tourneen war der King of Tone ein zentraler Bestandteil seines Pedalboards. Mayer nutzt das Pedal oft, um Amps im Fender-Stil in weichen Blues-Breakup zu treiben und dabei Klarheit und Artikulation zu bewahren.

Auch Joe Bonamassa hat Overdrives im Bluesbreaker-Stil in seine Rigs eingebaut, was den musikalischen Wert transparenter Low-Gain-Overdrive-Schaltungen ähnlich dem King of Tone unterstreicht.

Viele moderne Bluesgitarristen schätzen das Pedal, weil sie damit allein über die Anschlagsstärke oder den Volume-Regler der Gitarre von cleanen Rhythmussounds zu singenden Leadsounds wechseln können.

Klangprofil

Der King of Tone ist bekannt für seine transparente und dynamische Ansprache.

Die Bässe bleiben straff und kontrolliert, sodass Stratocasters und Telecasters ihre Klarheit behalten. Die Mitten haben einen warmen, leicht süßlichen Charakter, der Blues-Leadlinien natürlich im Mix sitzen lässt, ohne nasal oder überkomprimiert zu werden.

Die Höhen bleiben offen und gläsern, besonders in Kombination mit Amps im Fender-Stil. So lässt sich der klassische Texas-Blues-Biss erreichen, den man mit Stratocasters und Röhren-Combos verbindet.

Eine der markantesten Eigenschaften des Pedals ist seine Anschlagsempfindlichkeit. Der Gain reagiert stark auf die Anschlagsdynamik, sodass man allein durch die Anschlagsstärke von cleanen Sounds zu ausdrucksstarkem Breakup wechseln kann.

Werden beide Kanäle gestackt, entsteht ein satterer, gesättigterer Sound, der dennoch Definition und Musikalität behält.

Was ihn besonders macht

Der King of Tone hebt sich durch sein Schaltungsdesign und seine Philosophie ab.

Jede Seite des Pedals ist im Grunde eine verfeinerte Schaltung im Bluesbreaker-Stil, allerdings mit Verbesserungen, die Klarheit und Flexibilität erhöhen. Über interne Schalter lässt sich jede Seite als Clean Boost, Overdrive oder Distortion konfigurieren.

So kann das Pedal mehrere Rollen auf einem Pedalboard übernehmen. Oft wird eine Seite als Low-Gain-Boost fürs Rhythmusspiel genutzt und die andere als höhere Gain-Stufe für Soli. Werden beide Seiten gestackt, liefert das Pedal einen fetten und dennoch artikulierten Overdrive, der weiterhin natürlich mit Röhrenverstärkern zusammenspielt.

Auch die Verarbeitungsqualität ist ein wichtiger Faktor. Analog-Man-Pedale werden mit sorgfältig ausgewählten Bauteilen montiert und sind auf langfristige Zuverlässigkeit ausgelegt.

Warum Gerbman ihn spielt

Für einen Bluesgitarristen wie Gerbman passt der King of Tone perfekt in eine Klangphilosophie, die auf ausdrucksstarkem Spiel und dem Zusammenspiel mit Vintage-Verstärkern beruht.

Gerbmans Kernsound beruht auf Stratocasters und Amps im Fender-Stil. Der King of Tone ergänzt dieses Setup, indem er den Amp in warmen Blues-Breakup treibt und den natürlichen Charakter der Gitarre bewahrt.

Auf einem Pedalboard kann er mehrere Funktionen übernehmen. Eine Seite dient als dezenter Boost, der dem Rhythmusspiel Präsenz und Klarheit verleiht. Die andere Seite liefert zusätzlichen Gain und Sustain für Leadpassagen. Werden beide Kanäle gestackt, liefert das Pedal einen fetteren Bluesrock-Sound für intensivere Soli und behält trotzdem Artikulation und dynamische Kontrolle.

Diese Vielseitigkeit macht den King of Tone zu einem der wertvollsten Klangwerkzeuge auf einem modernen Blues-Pedalboard.

Seltenheit und Verfügbarkeit

Der King of Tone gilt als eher selten. Da Analog Man das Pedal in begrenzten Stückzahlen baut, war die offizielle Warteliste in der Vergangenheit extrem lang. In vielen Phasen mussten neue Kunden mehrere Jahre auf die Lieferung warten.

Daher ist das Pedal auf dem Gebrauchtmarkt sehr begehrt. Gebrauchte Exemplare werden oft deutlich über dem ursprünglichen Ladenpreis verkauft.

Sammler und Profimusiker schätzen das Pedal weiterhin sowohl wegen seines Sounds als auch wegen seines Boutique-Rufs.

Varianten und Alternativen

Analog Man Prince of Tone

Eine einkanalige Version des King of Tone mit ähnlichen Klangeigenschaften in einem kleineren Gehäuse.

Analog Man Duke of Tone

Eine Kooperation von Analog Man und MXR, um die Schaltung breiter verfügbar zu machen.

Boutique-Alternativen

Pedale wie der JHS Morning Glory und der Wampler Pantheon sind ebenfalls von Schaltungen im Bluesbreaker-Stil inspiriert und bieten ähnlich transparente Overdrive-Eigenschaften.

Vintage-Referenz

Das originale Marshall-Bluesbreaker-Pedal aus den frühen 1990ern bleibt das historische Fundament dieses Schaltungsstils.

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