Fender Masterbuilt 60s Stratocaster
Aztec Gold over Sunburst Heavy Relic — Austin MacNutt
Diese Fender Masterbuilt Stratocaster ist ein hochspezialisiertes Custom-Shop-Instrument, gebaut von Masterbuilder Austin MacNutt. Mit ihrem dramatischen Heavy-Relic-Finish in Aztec Gold über 3 Color Sunburst verbindet die Gitarre klassische Stratocaster-Spezifikationen der 1960er mit extremer Vintage-Abnutzung und individueller Kunstfertigkeit. Die Gitarre hat einen Erlenkorpus, einen Ahornhals mit Palisandergriffbrett, ein Oval-C-Halsprofil als Tribut an Stevie Ray Vaughan und handgewickelte Josefina-Custom-Shop-Pickups. Zusammen ergeben diese Elemente den dynamischen Strat-Sound, der die moderne Bluesgitarre ausmacht.
Hersteller und Modellgeschichte
Die Fender Stratocaster wurde 1954 vorgestellt und wurde schnell zu einer der einflussreichsten E-Gitarren der Geschichte. In den 1960ern entwickelte sich das Design mit Palisandergriffbrettern, anderen Halsprofilen und feinen Hardware-Änderungen weiter, die den klassischen Blues-Strat-Sound prägten.
In Fenders moderner Fertigungshierarchie steht der Custom Shop für die höchste Stufe der Handwerkskunst. Ganz an der Spitze dieser Hierarchie stehen die Masterbuilder. Diese Gitarrenbauer fertigen Instrumente vollständig von Hand, vom Anfang bis zum Ende, und bauen meist nur wenige Gitarren pro Jahr.
Austin MacNutt kam zum Fender Custom Shop und erwarb sich schnell einen Ruf für äußerst detaillierte Relic-Arbeit und historisch genaue Builds. Dieses Instrument wurde von Fender-Custom-Shop-Masterbuilder Austin MacNutt gebaut, der für sehr detaillierte Relic-Arbeit und historisch inspirierte Stratocaster-Builds bekannt ist. Seine Gitarren zeigen oft dramatische Alterungsmuster, dünne Nitrolacke und sorgfältig ausgewählte Hölzer, die Resonanz und Ansprache maximieren sollen.
Besonders bemerkenswert ist das Finish dieses Instruments. Aztec Gold wurde von Fender Mitte der 1960er als Teil des Custom-Color-Programms eingeführt. Aztec Gold über einer 3-Color-Sunburst-Basis erzeugt einen markanten Abnutzungseffekt, bei dem das Gold mit der Zeit abgetragen wurde und den Burst darunter freilegt. Diese Art von mehrschichtigem Relic-Finish ahmt das Aussehen einer Gitarre nach, die jahrzehntelang intensiv gespielt wurde.
Warum diese Gitarre im Blues zählt
Die Stratocaster ist wohl die wichtigste E-Gitarre im modernen Blues. Ihre hellen Höhen, ihr gläserner Attack und ihre dynamische Ansprache machen sie perfekt für ausdrucksstarkes Bluesspiel.
Gitarristen wie Stevie Ray Vaughan, Jimmie Vaughan, Buddy Guy und Robert Cray haben ihren Sound alle auf Stratocasters in Kombination mit Fender-Röhrenverstärkern aufgebaut. Das Design lädt zu dynamischem Spiel ein. Statt das Signal stark zu komprimieren, reagiert eine Strat auf den Anschlag des Spielers. Leicht gespielt liefert sie cleane, gläserne Sounds. Härter gespielt liefert sie aggressiven Attack und singendes Sustain.
Genau diese Ansprache brauchen Bluesgitarristen. Die Gitarre wird zur Verlängerung der Phrasierung des Spielers und erlaubt feine Kontrolle über Vibrato, Bendings und Anschlagsdynamik.
Was angesehene Bluesgitarristen damit gemacht haben
Der vielleicht berühmteste Strat-Bluessound stammt von Stevie Ray Vaughan. Seine stark abgenutzte Stratocaster Number One zeigte, wie ausdrucksstark eine Strat sein kann, wenn sie auf kraftvolle Röhrenverstärker trifft. Buddy Guy trieb die Strat mit explosivem Attack und Bühnenlautstärke in eine aggressivere Richtung, während Robert Cray die Klarheit und Artikulation zeigte, die mit dem Instrument möglich sind.
Moderne Bluesgitarristen wie Joe Bonamassa und John Mayer setzen weiterhin stark auf Gitarren im Strat-Stil für ausdrucksstarke Leadsounds und artikuliertes Rhythmusspiel.
Klangprofil
Eine Masterbuilt-Strat wie diese liefert ein klassisches Vintage-Klangprofil, geprägt von ihrer speziellen Bauweise. Der Erlenkorpus sorgt für ausgewogene Resonanz mit klaren Höhen und fokussierten Mitten. Das Palisandergriffbrett bringt Wärme und einen etwas runderen Attack als Ahorngriffbretter. Die handgewickelten Josefina-Custom-Shop-Pickups geben den dynamischen Charakter von Vintage-Stratocaster-Pickups außergewöhnlich genau wieder — gläserne Höhen, warme Mitten und eine starke dynamische Ansprache, die direkt auf den Anschlag reagiert.
Austin MacNutt — Fender Custom Shop Masterbuilder. Jedes Instrument vollständig von Hand gebaut, vom Anfang bis zum Ende.
Was ihn besonders macht
Mehrere Elemente machen dieses Instrument besonders einzigartig.
Erstens ist es ein Masterbuilt-Instrument. Anders als Seriengitarren, die mehrere Stationen der Werksmontage durchlaufen, wird eine Masterbuilt-Gitarre von Anfang bis Ende von einem einzigen Gitarrenbauer gefertigt. Jede Entscheidung bei Holzauswahl, Halsprofil und Hardware-Passung trifft ein einziges Paar Hände.
Zweitens ist die Relic-Arbeit extrem detailliert. Die Abnutzungsmuster im Finish, das freiliegende Holz und die gealterte Hardware sollen Jahrzehnte natürlicher Nutzung nachahmen. Das schafft sowohl eine Vintage-Optik als auch ein eingespieltes Spielgefühl.
Drittens lässt der dünne Nitrolack das Holz frei schwingen. Viele Gitarristen glauben, dass dies zur lebendigen Ansprache und zum dynamischen Spielgefühl beiträgt, die man mit Vintage-Instrumenten verbindet. Die Schichtung von Aztec Gold über Sunburst ergibt ein Finish, das eine Geschichte erzählt, bevor auch nur ein Ton gespielt ist.
Für Gerbman ist die Stratocaster das Fundament seines Bluessounds. Sein Spielstil schöpft stark aus der Texas-Blues-Tradition, in der ausdrucksstarke Strat-Sounds unverzichtbar sind. Das Oval-C-Halsprofil als Tribut an SRV ist besonders bedeutsam — es entspricht dem Halsgefühl, das Stevie Ray Vaughan bevorzugte, und bietet einen vollen, angenehmen Griff, der zu tiefen Bendings, ausdrucksstarkem Vibrato und der dynamischen Kontrolle einlädt, die Texas Blues verlangt.
Die handgewickelten Josefina-Custom-Shop-Pickups reagieren direkt auf feinste Unterschiede im Anschlag, sodass Gerbman allein durch seinen Anschlag oder durch Zurückdrehen des Volume-Reglers zwischen cleanen Rhythmussounds und singendem Lead-Sustain wechseln kann. Erlenkorpus und Palisandergriffbrett bringen Wärme, ohne den hellen Strat-Charakter zu opfern, der perfekt in einem Live-Blues-Mix sitzt.
Zusammen mit Fender-Röhrenverstärkern und sorgfältig ausgewählten Overdrive-Pedalen bildet die Gitarre den Kern von Gerbmans Live-Sound.
Seltenheit und Verfügbarkeit
Masterbuilt-Fender-Gitarren werden in extrem limitierter Stückzahl gebaut. Jedes Instrument entsteht einzeln und wird oft über Custom-Shop-Händler auf Bestellung gefertigt. Dadurch ist die Verfügbarkeit am Markt begrenzt. Wenn sie auf dem Gebrauchtmarkt auftauchen, werden sie meist über spezialisierte Gitarrenhändler oder Plattformen wie Reverb verkauft.
Masterbuilt-Instrumente bekannter Erbauer können mit der Zeit auch zu Sammlerstücken werden, besonders wenn sie markante Custom-Finishes haben wie die Schichtung von Aztec Gold über Sunburst bei diesem Instrument.
Varianten und Alternativen
Innerhalb des Fender Custom Shop gibt es mehrere Stufen, die man kennen sollte.
- Custom Shop Time Machine Stratocasters — Nachbauten bestimmter Vintage-Jahrgänge wie 1959 oder 1963
- Journeyman-Relic-Modelle — leichtere Alterung als bei Heavy-Relic-Versionen
- Suhr und Xotic — Boutique-Hersteller von Instrumenten im Strat-Stil mit modernen Detailverbesserungen
- Fender American Vintage oder American Original Stratocasters — klassischer Strat-Sound ohne Boutique-Preis