Gerbman's Shure GLX-D16 receiver on his pedalboard

Shure GLX-D16 Funksystem

Das Shure GLX-D16 ist ein professionelles digitales Funksystem, das speziell für Gitarren-Pedalboards entwickelt wurde. Anders als herkömmliche Funkempfänger, die neben dem Board stehen, fügt sich das GLX-D16 als pedalgroßer Empfänger mit eingebautem chromatischem Stimmgerät direkt in die Signalkette ein. Für Bluesgitarristen, denen Bewegungsfreiheit auf der Bühne und Signalqualität gleichermaßen wichtig sind, ist es eine moderne Lösung, die den Ton bewahrt und Kabel auf der Bühne überflüssig macht.

Hersteller und Modellgeschichte

Shure ist eines der angesehensten Audiounternehmen der Welt. Das 1925 in Chicago gegründete Unternehmen baute seinen Ruf mit Mikrofonen und Funk-Audiosystemen auf, die von Tourmusikern, Sendern und großen Live-Produktionen genutzt werden.

Die GLX-D-Serie wurde Mitte der 2010er als Shures hochwertige digitale Funkplattform für Musiker vorgestellt. Anders als ältere analoge Funksysteme, die den Sound mitunter färbten, arbeitet GLX-D im digitalen 2,4-GHz-Spektrum und ist darauf ausgelegt, das Gitarrensignal transparent wiederzugeben.

Das GLX-D16 ist die Pedalboard-Version dieses Systems. Der Empfänger hat die Form eines Bodentreters, sodass er am Anfang des Pedalboards sitzen und den Rest der Effektkette speisen kann. Das wiederaufladbare Akkusystem war eine zentrale Neuerung: Es bietet rund 16 Stunden Spielzeit und macht Einwegbatterien überflüssig.

Hersteller Shure (Chicago, gegründet 1925)
Spektrum 2,4 GHz digital
Akkulaufzeit ~16 Stunden (wiederaufladbarer Lithium-Akku)
Empfängerformat Bodentreter / Pedalboard
Eingebautes Stimmgerät Chromatisches LED-Display
Status In Produktion (aktuelles Modell GLX-D16+)

Warum das im Blues zählt

Traditionelle Bluesgitarristen bevorzugen oft Kabel, weil sie Klangverluste befürchten. Frühe Funksysteme komprimierten oder veränderten das Gitarrensignal mitunter, was viele Bluesgitarristen skeptisch machte. Moderne digitale Funksysteme wie das GLX-D16 haben dieses Problem weitgehend gelöst. Sie liefern einen vollen Frequenzgang und geringe Latenz, sodass sich Gitarristen frei auf der Bühne bewegen können, ohne Dynamik zu opfern.

Für Gitarristen, die viel mit dem Volume-Regler der Gitarre und dem Anschlag arbeiten, wie es im Blues üblich ist, ist eine originalgetreue Signalübertragung entscheidend. Das GLX-D16 ist darauf ausgelegt, sich in Frequenzgang und Dynamikumfang fast genau wie ein Kabel zu verhalten.

Was angesehene Bluesgitarristen damit gemacht haben

Funksysteme sind bei modernen Blues- und Bluesrock-Gitarristen weit verbreitet, besonders bei Auftritten auf größeren Bühnen. Gitarristen wie Joe Bonamassa, Kenny Wayne Shepherd und John Mayer spielen regelmäßig mit Funksystemen, um sich frei über große Bühnen zu bewegen und trotzdem ein gleichbleibendes Signal zu behalten.

Auch wenn frühere Blues-Ikonen wie Stevie Ray Vaughan wegen der Technik ihrer Zeit mit Kabel spielten, erlauben moderne Funksysteme heutigen Bluesgitarristen denselben dynamischen Anschlag ohne die räumlichen Grenzen eines Kabels.

Klangprofil

Anders als ein Overdrive- oder Fuzz-Pedal soll das GLX-D16 den Ton nicht färben. Sein Zweck ist Transparenz.

Frequenzgang Volles Spektrum. Keine Filterung von Höhen oder Bässen.
Dynamische Ansprache Hohe Auflösung. Bewahrt leichten wie harten Anschlag gleichermaßen.
Kompression Praktisch keine. Kein hörbares Zusammenquetschen.
Grundrauschen Sehr leise. Unverzichtbar beim Stacken von Gain-Pedalen.
Zusammenspiel mit der Strat Gläserne Höhen und perkussiver Attack bleiben erhalten.
Zusammenspiel mit der Les Paul Warme Mitten und Sustain werden klar übertragen.

Was ihn besonders macht

Mehrere Designentscheidungen unterscheiden das GLX-D16 von vielen Funksystemen. Der Empfänger ist im Bodentreter-Format gebaut und kann so ganz am Anfang der Pedalkette sitzen. Das große LED-Display dient zugleich als gut sichtbares chromatisches Stimmgerät und ersetzt ein separates Stimmpedal auf dem Board.

Dank automatischem Frequenzmanagement scannt das System laufend das Funkspektrum und wechselt den Kanal, sobald Störungen erkannt werden. Der wiederaufladbare Lithium-Akku erspart die laufenden Kosten und den Aufwand von Einwegbatterien.

Warum Gerbman ihn spielt

Gerbman spielt Blues-Jams und Clubshows, bei denen der Platz auf der Bühne begrenzt sein kann und Bewegung wichtig ist. Ein Funksystem erlaubt ihm, vom Pedalboard wegzutreten, mit anderen Musikern zu interagieren und sich frei über die Bühne zu bewegen.

Ganz am Anfang der Pedalkette platziert, ist das GLX-D16 das Tor zum Rest seines Pedalboards und speist seine Overdrives, Fuzzes und Modulationspedale mit einem sauberen Signal. Da Gerbman stark auf dynamisches Spiel und den Volume-Regler der Gitarre setzt, ist ein transparentes Funksystem unverzichtbar. Das GLX-D16 erlaubt ihm, die ausdrucksstarke Anschlagsempfindlichkeit zu behalten, die man mit traditionellem Bluesgitarrenspiel verbindet.

Seltenheit und Verfügbarkeit

Das GLX-D16 ist gut erhältlich und in aktualisierten Versionen weiterhin in Produktion. Es gilt als Funksystem auf Profiniveau und wird häufig von Tourmusikern und ernsthaft gigenden Gitarristen eingesetzt. Einstufung der Seltenheit: verbreitet.

Varianten und Alternativen

  • Shure GLX-D16+ — neuere Revision mit längerer Akkulaufzeit und verbessertem Funkmanagement
  • Boss WL-50 — kompaktes Funksystem mit ähnlicher Pedalboard-Integration
  • Line 6 Relay G10S — hochwertige Funkplattform im Pedalboard-Format
  • Nady-Systeme (Vintage) — analoge Funksysteme der 1980er und 1990er, mit mehr Kompression und Rauschen

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