Gerbman playing his Gibson Custom Shop 1958 Korina Flying V Reissue — natural korina, white pickguard, gold hardware

Gibson Custom Shop 1958 Korina Flying V

Reissue — Korina natur

Ein radikales Design, das zu einer der ikonischsten Formen der Gitarrengeschichte wurde. Die 1958 Korina Flying V ist roh, resonant und unverkennbar kühn, mit einem Ton irgendwo zwischen Klarheit und Aggression.

Hersteller und Modellgeschichte

Die Gibson Flying V wurde 1958 als Teil von Gibsons „Modernist“-Serie vorgestellt, zusammen mit der Explorer. Damals galt sie als zu futuristisch, und es wurde nur eine sehr kleine Stückzahl gebaut — weshalb originale 1958 Korina Flying Vs zu den seltensten und wertvollsten E-Gitarren überhaupt zählen. Das Korina-Holz, auch Limba genannt, gibt diesen Instrumenten einen einzigartigen Klangcharakter. Verglichen mit Mahagoni ist Korina etwas leichter und hat offenere, resonantere Mitten.

Das Custom-Shop-Reissue bildet diese frühen Instrumente mit zeitgerechter Bauweise nach, inklusive Korpus und Hals aus Korina, eingeleimtem Hals und Humbuckern im Vintage-Stil. Diese Reissues werden in limitierter Stückzahl gebaut und für ihre Genauigkeit und ihr Spielgefühl sehr geschätzt. Das Echtheitszertifikat bestätigt dieses Instrument als echte Gibson Custom 1958 Korina Flying V, Seriennummer 811221.

Korpus Korina (Limba) — Natur-Finish
Hals Korina — eingeleimter Hals
Pickups Humbucker im Vintage-Stil
Hardware Gold
Schlagbrett Weiß
Zertifikat Gibson Custom Certificate of Authenticity — Seriennummer 811221
Gebaut in Nashville, Tennessee, USA
Status Nicht mehr in der Sammlung — verkauft, um die Aztec Gold Masterbuilt zu finanzieren

Warum diese Gitarre im Blues zählt

Auch wenn die Flying V oft mit Rock und härteren Stilen verbunden wird, hat sie tiefe Wurzeln im Blues. Ihr großer Dynamikumfang und ihre starke Mittenpräsenz machen sie besonders wirkungsvoll für ausdrucksstarkes Leadspiel. Die Korina-Bauweise gibt ihr eine holzige, stimmähnliche Qualität, die hervorragend mit Röhrenverstärkern funktioniert, besonders wenn sie in natürlichen Breakup gefahren werden.

Was angesehene Bluesgitarristen damit gemacht haben

Albert King machte die Flying V legendär. Sein Linkshänderspiel mit umgedrehter Gitarre und seine gewaltigen Bendings schufen einen der markantesten Bluessounds, die je aufgenommen wurden. Die Flying V wurde untrennbar mit seinem Sound und seiner optischen Identität verbunden. Albert King zeigte mit diesem Instrument, dass es bei dieser Gitarre nicht um Tempo oder technisches Feuerwerk geht — sondern um Phrasierung, Raum und Autorität in jedem Ton.

Joe Bonamassa erwarb später eine von Albert Kings originalen Flying Vs und spielt sie, was das Vermächtnis des Modells im modernen Blues weiter festigt.

Klangprofil

Die Korina Flying V hat einen sehr eigenständigen klanglichen Fußabdruck — angesiedelt zwischen einer Stratocaster und einer Les Paul.

Höhen Klar und offen. Keine Härte.
Mitten Kräftig und stimmähnlich. Setzt sich mit Autorität im Mix durch.
Bässe Straff, nicht überkomprimiert.
Attack Schnell, mit hervorragender Tontrennung.
Dynamikumfang Hoch. Kaum natürliche Kompression — jede Nuance kommt durch.
Im Vergleich zur Les Paul Offener und weniger komprimiert.
Im Vergleich zur Strat Mehr Körper und Sustain. Eine schwerere Bluesstimme.
Kombination mit Fender-Amps Druckvoller, artikulierter Bluessound mit starker Präsenz und Wärme.
Gibson Custom Certificate of Authenticity — 1958 Korina Flying V, serial 811221

Gibson Custom Certificate of Authenticity — 1958 Korina Flying V, Seriennummer 811221.

Live-Performance

Gerbman playing the Flying V during a jam session at Café De Stamboom

Jam-Session mit Henk Bosman im Café De Stamboom, Den Haag.

Was ihn besonders macht

Die Kombination aus Korina-Holz, radikaler Korpusform und Vintage-Humbuckern erzeugt ein einzigartiges Zusammenspiel von Resonanz und Verstärkung. Die großen Korpusflügel tragen zu Sustain und Projektion bei, während der eingeleimte Hals für ein kräftiges Aufblühen der Töne sorgt. Außerdem ist sie eine der wenigen Gitarren, deren optische Identität genauso stark ist wie ihr Sound. Auf der Bühne fällt eine Flying V sofort auf.

Warum Gerbman sie gespielt hat

Für Gerbman steht diese Gitarre für eine andere Seite des Blues. Wo es bei der Stratocaster um gläserne Dynamik und Texas-Biss geht, bringt die Flying V Gewicht, Autorität und Sustain. Sie eignet sich besonders für langsameren Blues, ausdrucksstarke Bendings und stimmähnliche Phrasierung, inspiriert von Albert King.

Gleichzeitig ist sie keine Gitarre für jeden Tag. Die Form, das Spielgefühl und ihre Rolle im Sound machen sie eher zu einem Spezialinstrument. Genau deshalb hat sie die Sammlung schließlich verlassen — verkauft, um Platz für die Austin MacNutt Aztec Gold Masterbuilt zu schaffen —, auch wenn der Sound selbst unvergesslich bleibt.

Die Gibson Custom Shop 1958 Korina Flying V ist ein Statement, optisch wie klanglich, und eine direkte Verbindung zu einer der ausdrucksstärksten Stimmen der Bluesgeschichte.

Seltenheit und Verfügbarkeit

Originale 1958 Korina Flying Vs gehören zu den seltensten E-Gitarren, die je gebaut wurden, und gelten als sehr begehrte Sammlerstücke. Custom-Shop-Reissues werden in limitierten Auflagen gebaut und bleiben auf dem Gebrauchtmarkt gefragt. Einstufung der Seltenheit: sehr begehrt.

Varianten und Alternativen

  • Originale 1958 Korina Flying V — außergewöhnlich selten und wertvoll
  • Gibson Custom Shop Historic Reissues — verschiedene gealterte Versionen mit zeitgetreuer Genauigkeit
  • Gibson-Flying-V-Reissues der frühen 1980er — die erste Welle von Nachbauten
  • Moderne Gibson Flying V aus Mahagoni — leichter erhältlich, anderer Klangcharakter
  • Epiphone Flying V — preisgünstige Version desselben Designs
  • Korina-Custom-Builds von Boutique-Gitarrenbauern — selten, aber erhältlich für alle, die gezielt dieses Holz suchen

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